. .
Do, 25.6.09 BARCELONA - Teresa Solana / Karmeliterkloster / 20 Uhr

Mord auf katalanisch

Der Roman beginnt langsam mit der Einführung der beiden Hauptfiguren, zwei Brüdern, die gemeinsam eine Detektivbüro leiten, jedoch unter verschiedenen Namen, was aus taktischen Gründen ratsam erscheint: Der eine unter seinem bürgerlichen Namen, Eduardo Martínez Estivill, der andere spiegelt mit einem Borja Masdéu-Canals Sáez de Astorga  aristokratische Abstammung vor. Dann kommt ein lukrativer Auftrag: Sie sollen im Auftrag des Ehemannes die Gattin eines führenden Politikers beschatten, da diesem Anwärter auf die Präsidentschaft Kataloniens auf einer Auktion ein ihm unbekanntes Portrait seiner Frau ins Auge springt, und er aus bekannten Gründen jeden Skandal vermeiden will. Doch dann liegt seine Gattin ermordet im Wohnzimmer. Mit Situationskomik und Seitenhieben auf die bessere Gesellschaft führen die Ermittler den Leser durch die Gesellschaft der Stadt, er merkt, die Autorin kennt sie in- und auswendig, und so erfährt der Leser über Barcelona und ihre Viertel mehr als bei jedem touristischen Besuch. Mit diesem Roman kann man zum Barcelona-Kenner werden.

Teresa Solana ist 1962 in Barcelona geboren, arbeitete lange Zeit als Übersetzerin. Nach Mord auf katalanisch erschien von ihr noch der Roman Höllenfahrt ins Paradies (beide Piper Verlag).

Moderation und deutscher Sprecher: Pablo Diaz.
Weitere Informationen über Teresa Solana...

20:00 Uhr | Eintritt: 6 Euro (ermäßigt: 3 Euro)
Institut für Stadtgeschichte / Karmeliterkloster, Münzgasse 9, 60311 Frankfurt

Reservieren Sie jetzt Karten per E-Mail...
Zur Metropolitan Programmübersicht...

 

Das Institut für Stadtgeschichte ist das Gedächtnis der Stadt Frankfurt. Sein Zuhause, das Karmeliterkloster, drückt dies in seinem ganzen Reichtum sinnfällig aus. Das Konzept von „Metropolitan – Die erzählte Stadt" birgt in sich die Idee, daß Romane vorgestellt werden, in denen Städte eine hervorragende erzählerische Figur darstellen. Teresa Solana zeichnet in ihrem Roman Mord auf katalanisch ein Bild der Stadt Barcelona, das bestimmt ist von der Geographie wie den geschichtlichen Wandlungen der Stadt, das geprägt ist von den klar beschriebenen und erzählten Handlungsorten, aber auch von den Trägern der Handlung, die dank ihrer familiären Prägung in die historische Stadtkultur hineinreichen und beispielhaft sind. So ist auch dieser Roman als temporäres Gedächtnis zu verstehen.