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Paris

Jacques Réda
Die Ruinen von Paris

Jacques Réda entfaltet in seinem Buch eine große Schau auf Paris. Seine Beobachtungen lassen sich am besten als Poeme auffassen: Orte, Straßen, Plätze und Häuser werden in ihren Stimmungen und ihrem Wandel erfaßt. Es sind Beobachtungen eines Flaneurs, der seine Stadt gut kennt und dennoch neu entdeckt. Seine Beobachtungen sind gespickt mit historischen Anekdoten, leben aber auch von den Zufälligkeiten, wie sie sich beispielsweise im Verkehrsgedränge – Réda ist mit dem Mofa unterwegs – ergeben. Sein „geographisches Gefühl“ ist bestimmt von wirklich faßbaren Momenten und von einer unwirklichen Wahrheit. So werden dem Leser auf dem Weg von der Butte-aux-Cailles hinunter zur Place d’Italie bei einbrechender Abenddämmerung „allmählich einstürzende Fassaden“ beschrieben, am Himmel „ein Wald von Kränen“. In seinem Passagenwerk findet sich eine Metzgerei ebenso wie dieses oder jenes Café und Restaurant, dann wieder die verlassenen und halb abgebauten ehemaligen Werkshallen von Citroën, daneben gleich wieder ein Tunnel unter dem Bahndamm. Die Ruinen von Paris erschienen 2007 zweisprachig im Verlag Karl Stutz (Originalausgabe: ‚Les ruines de Paris’. Paris, Gallimard, 1977, Neuauflage bei Gallimard 1993).

Jacques Réda, Jahrgang 1929, ist Dichter, Verleger und Jazz-Essayist. Réda erhielt 1993 den Grand Prix de l’Académie Française und 1999 den Prix Goncourt de la poésie. Moderation durch den Übersetzer Wolfram Nitsch, den deutschen Text liest der in Paris geborene Schauspieler Wolfram Koch.

Weitere Informationen zu Jacques Réda...

Frankfurt: Donnerstag, 01.09., 18.30 Uhr
Cafébar im Kunstverein, Markt 44
VVK bei Frankfurt Ticket, Tel. 069 / 1340-400, www.frankfurt-ticket.de

Darmstadt: Freitag, 02.09., 20 Uhr
Kunsthalle, Steubenplatz 1
Nur Abendkasse

Eintritt 8 €, ermäßigt 4 €

Unterstützt von:
Institut Français d'Histoire en Allemagne