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Jacques Réda

Jacques Réda

wurde 1929 geboren, war Jazzkritiker und Lektor für Poesie bei Gallimard sowie von 1987 bis 1996 Herausgeber der Nouvelle Revue Français. Réda ist einer der bedeutendsten und produktivsten französischen Lyriker der Gegenwart. Mehr als 70 Bände mit Gedichten und lyrischer Prosa hat er veröffentlicht. Sein Hauptaugenmerk gilt seinem Wohnort Paris; seine Gedichte und Prosastücke lassen sich als Streifzüge durch die französische Hauptstadt lesen. Diese Streifzüge führen allerdings nicht durch das Paris der Touristen, sondern durch ein eher abseits gelegenes Paris voller terrains vagues – an Orte, wo das Unauffällige und normalerweise Unbeachtete Augenblicke intensiver Erfahrung gewährt.

Mehr über den Autor unter: fr.wikipedia.org und bei www.stutz-verlag.de

Preise (Auswahl)

Max Jacob Preis, 1968
"Grand Prix" der Academie Francaise, 1993
Prix Goncourt de la Poèsie, 1999

Zur Übersetzung

Die Übersetzung entstand im Rahmen einer Gruppenarbeit am Romanischen Seminar der Universität Köln unter Leitung von Wolfram Nitsch.

Pressestimmen

Fasziniert ist Rezensent Helmut Mayer von Jacques Rédas Prosazyklus "Die Ruinen von Paris", der, ursprünglich 1977 erschienen, nun in einer deutsch-französischen Ausgabe vorliegt. Unter den Büchern Rédas, die aus seinen Streifzügen durch Paris hervorgegangen sind, scheint ihm dies das bedeutendste zu sein. Er stellt das Werk in die Tradition einer Dichtung, die mit präzisen und poetischen Blick den "Wandel der Stadt" beobachtet. An Baudelaire fühlt er sich erinnert oder auch die Stadterkundungen der Surrealisten, sieht aber auch gravierende Unterschiede: Rédas teilt in seinen Augen weder die ‚allegorische Wucht’ Baudelaires noch die surrealistische Suche nach dem ‚Merkwürdigen und Wunderbaren’. Vielmehr konstatiert Mayer bei ihm eine ‚Praktik und Poetik des Herumstreifens’. Er hebt den ‚zügigen’, aber ‚leichten’ Schritt hervor, mit dem Réda durch die Stadt schweift, der sich auch in der Poetik des Dichters widerspiegle und in der Leichtigkeit seiner Gedichte, die sich einem virtuosen Umgang mit den poetischen Mitteln verdankt. Mit Lob bedenkt er auch die ausgezeichnete Übersetzung des Werks, das in einer Sammlung neuerer französischer Literatur nicht fehlen dürfe.
Perlentaucher Rezensionsnotiz zu der Besprechung von Die Ruinen von Paris / Les Ruines de Paris in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 2008

In France, Jacques Réda's prose writings are passed back and forth between friends with the enthusiastic secret-sharing that one associates with fan clubs. Membership requirements include a taste for precise, tenderly ironic prose, polished to a delicacy of finish rarely attained by contemporary French writers.
John Taylor, The Times Literary Supplement

 

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