2011

Pressestimmen zu Metropolitan

„Abermals sind vom 31. August bis 4. September sechs Autoren aus sechs Metropolen zu Gast in Frankfurt und Darmstadt. Dass Institutionen aus beiden Städten zusammenarbeiten, wirkt angemessen urban. Solche Kooperationen der eher eigenbrötlerischen Kommunen des Rhein-Main-Gebiets sind noch immer viel zu selten..“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5.8. 2011

„Literatur zeigt, wie Menschen die Welt auf unterschiedliche Weise erfahren. Und im besten Fall findet sich in jeder subjektiven Wahrnehmung eine allgemeingültige Wahrheit. Das Literaturfestival ‚Metropolitan’, ins Leben gerufen von der Frankfurter Romanfabrik, widmet sich nun bereits zum zweiten Mal nach 2009 der Stadt als literarischem Raum. Das Konzept: Sechs Autorinnen und Autoren aus sechs Städten lesen aus ihren Texten, die sich mit Urbanität auseinandersetzen. Und weil Frankfurt nur ein Metropölchen ist, hat Organisator Michael Hohmann [...] das Lesefeld auf die Stadt Darmstadt erweitert, so dass jeder der Autoren mindestens zwei Auftritte hat.“

Journal Frankfurt, Nr 18/11

„Streifzug durch die Metropolen. Die Großstädte wachsen rasant und prägen den Alltag von immer mehr Menschen. Beim Metropolitan-Festival erzählen sechs Autoren aus Ihrer Welt.“

Frankfurter Rundschau, 30.8. 2011

„Die Begegnung mit fremden Metropolen über die Erzählungen der aus ihr stammenden Autoren will das Festival ‚Metropolitan – Die erzählte Stadt’ bieten, das am Mittwoch (31.) beginnt, und bis 4. September dauert. [...] Mit den Lesungen in Darmstadt und Frankfurt soll auch die regionale Vernetzung gefördert werden.“

Darmstädter Echo, 30.8. 2011

„Von New York lernen: Sei frech! Michael Greenberg beim Frankfurter Metropoloitan [...] Greenberg verfügt über einen scharfen Blick und einen ironischen Witz, den er auch in Bezug auf seine eigene, nicht immer erfolgreiche Schriftstellerkarriere auszuweiten in der Lage ist. New York, sagt Greenberg, sei eine harte und unsentimentale Stadt, aber sie habe ihn stets ernährt. Er hat gefälschte Kosmetika verkauft, spanischen Angeklagten als Übersetzer gedient. Und einmal wurde er für eine Party engagiert – um einen Schriftsteller zu spielen. Wie das geht? ‚Du betrinkst dich schnell und sprichst keinesfalls über das Schreiben.’ So darf es weitergehen mit den erzählten Metropolen.“

Frankfurter Rundschau, 2.9. 2011

„Immer, wenn in seinem Roman eine Stelle besonders absurd erscheine, sagt José Eduardo Agualusa, [...] dann sei sie wahr. ‚Sie müssen in Luanda nichts erfinden, es ist alles da.’ [...] Agualusa blickt von oben auf seine Stadt und taucht doch mitten in ihre Niederungen ein. [...] In den Augen Agualusas [...] ist Luanda mit all seinen  Widersprüchen ‚magisch’. [...] Er, wie alle afrikanischen Autoren, deren Werke hauptsächlich außerhalb ihres Kontinents gelesen würden, sei immer auch ein Übersetzer seiner Kultur. So sei ‚Barocco Tropical’ ein Buch geworden über Luanda, so wie er es sehe, ‚über mein Luanda’.“

Frankfurter Rundschau, 3./4.9. 2011

„Die Frankfurter Romanfabrik hat mit der Idee, sechs Autoren aus sechs Metropolen dieser Welt ihre Städte mit eigenen literarischen Texten präsentieren zu lassen, ein attraktives Programm initiiert. Ihr Leiter Michael Hohmann stellte die Idee zu Beginn des Abends mit dem New Yorker Schriftsteller Michael Greenberg im Darmstädter Künstlerkeller vor .[...] Schon in ‚Bruderliebe’ wurde deutlich, warum Greenbergs Prosa so wirkungsvoll von New York zu berichten weiß: Er schafft es, die charakteristischen Seiten dieser Metropole mit den dort lebenden Menschen, ihrem Alltag, ihren persönlichen Besonderheiten zu verbinden.“

Darmstädter Echo, 4.9. 2011

„Grundidee des in Frankfurt und Darmstadt stattfindenden Festivals der Romanfabrik Frankfurt war, so Leiter Michael Hohmann, gerade Wissenschaft und Literatur zu verbinden, um in der Moderne die Ausprägungen eines Phänomens aufzuspüren, das seine Wurzeln in der Antike hat. Ob nun Größe der Stadt, ökonomischer und kultureller Schwerpunkt, immer ist, verbunden mit Handel, die Metropole ein Schmelztiegel der Kulturen, und immer scheint das enge Miteinander unterschiedlichster Daseinsformen die Grundlage für brodelndes Leben zu schaffen. Während sich das heutige Wien überwiegend zwischen musealem Künstlerkult und Psychoanalyse bewege (Faschinger), bezeichnete Agualusa Angolas Hauptstadt Luanda halb augenzwinkernd als ‚Labor von Geisteskrankheit’. Das Barcelona um die Jahrhundertwende beschreibt Mendoza in seinem Klassiker ‚Die Stadt der Wunder’ [...] ebenfalls als ‚Erstickungszustand’.“

Darmstädter Echo, 5.9. 2011

„Es ist eine besondere Aufgabe, 60 Schüler in den Bann einer Geschichte zu ziehen, die eigentlich nichts mit der eigenen Welt zu tun hat. Da kann eine Lesung vor Schülern für einen Schriftsteller zu einer harten Probe werden. Die Wiener Autorin Lilian Faschinger hat diesen Test jedoch bei ihrer Lesung an der Gesamtschule Am Rosenberg erfolgreich bestanden. [...] Schließlich war die Schule in diesem Jahr eingebunden in das Literaturfest ‚Metropolitan – Die erzählte Stadt’. [...] ‚Die Schüler sind gerade an Schauplätzen interessiert, die sie nicht kennen und durch solche Lesungen erhalten sie einen authentischen Zugang zur Literatur’, sagt [Deutschlehrer] Röser, ‚sie stellen fest, dass Literatur lebendig ist, den Alltag betrifft und somit durchaus auch sie selbst.’“

Hofheimer Zeitung, 6.9. 2011